Was Schule bedeutet!

Ich habe kein schlechtes Leben. Ich habe eine tolle und große Familie. Ich habe so viel essen und trinken, wie ich brauche. Ich habe ein eigenes Zimmer. Genug Geld zum leben. Und die Möglichkeit, mich weiterzubilden.

Es ist alles da. Ich kann nicht meckern.


Doch dann kommt das Thema Schule.

Wenn ich das Wort ‘Schule’ höre, denke ich an mein Klassenzimmer, an meine Mitschüler und Lehrer, an meine Lieblings- und Hassfächer und natürlich denke ich auch daran, was ich noch alles für den nächsten Schultag gemacht haben muss. Hausaufgaben, Vorträge etc.

Ich bin sehr fleißig und mache wirklich viel für die Schule, weshalb ich auch meistens gute Noten habe. Bei einem durchschnitt von 1,6 im letzten Halbjahr, kann ich mich nicht beschweren. Ich bin auch Klassenbeste und sehr zufrieden, damit. Kann ruhig so bleiben C:

Und natürlich kommt jetzt das große ABER …

Ich habe schon unglaublich viel in diesen neun Jahren meines Schullebens erlebt. Ob es das Mobbing gewesen sei, der von meiner besten Freundin gegen mich angeführt wurde, oder das Adrenalin, was einem vor jeder Mathearbeit durch die Adern fließt, bis hin zum vergessen seines eigenen Pins von seinem Schließfach, wo eigentlich die gesamte Schultasche drin ist, inklusive Handy und Portemonnaie. Ja, da gibt es noch vieles mehr, was mir so passiert ist.

Aber was tut man in solchen Situationen?

Es gibt zwei Arten von Menschen, die ich bereits kennenlernen durfte. Die eine Art von Mensch ist die, die sich davon total mitreißen lääst und sich so da rein steigert, dass sie sich am Ende unglaublich schlecht und nutzlos fühlt. Und dann gibt es noch die andere Art, die sich zwar darüber ärgert und aufregt, aber daran nicht verzweifelt, sondern versucht es beim nächsten mal besser zu machen und das beste daraus zu lernen. Und das bin ich.

In meinem Fall hatte ich immer Eltern, die mir zur Seite standen und für mich da waren. Das erste, was ich mit ihnen nach so einem Vorfall gemacht habe, war darüber zu sprechen. Ich habe alles mögliche gesagt, was mir zu dem Thema auf dem Herzen lag, ohne scheu. Und daraufhin, haben sie mir einige Dinge über ihr eigenes Schulleben erzählt und wie sie mit den Problemen umgegangen sind. Das hat mir sehr viel gebracht. Natürlich habe ich mich auch bei meinen Freunden ausgekotzt, doch wenn die mal nicht da waren, oder ich nicht mit ihnen über bestimmte Themen reden konnte, bzw. wollte, war meine große Schwester da, die das selber alles schon durchmachen musste, oder grade dabei ist.


Es hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nichts großartig geändert, aber ich habe mich verändert. Durch diese ganzen Sachen konnte ich Erfahrungen sammeln und daran wachsen. Ich weiß nun, welche Menschen zum Großteil gut für mich sind und welche nicht. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass viele das selber noch gar nicht so wirklich wissen oder begreifen.

Ich erlebe oft, wie Mitschüler anderen Mitschülern hinterher laufen, die so sein wollen, wie sie. Oft, wollen sie Aufmerksamkeit und Anerkennung, was selbstverständlich ist. Ich könnte jetzt noch Stundenlang über diese Art von Mensch schreiben, doch das wäre mit Sicherheit sehr verwirrend und anstrengend zu lesen.

Jedenfalls bin ich an diesen ganzen Problemen gewachsen und stärker geworden. Diese Erfahrungen werde ich sehr wahrscheinlich auch schon bald an meinen kleinen Bruder weitergeben können, wenn er anfängt über die selben Probleme zu klagen.

 

Die Schule ist nicht schlimm. Sie stellt uns lediglich vor Hürden, die wir überwinden müssen. Das ist ein ähnlich, wie in einem Videospiel: Umso mehr Quests man abschließt, umso mehr Erfahrungspunkte bekommt man und kann dafür viele neue Gegenstände oder Fähigkeiten freischalten, um die nächsten Quests zu meistern. Verständlich?

Deshalb besteht das Wort ‘Schule’ für mich aus zwei Seiten, die ich vor mir sehe. Zum einen die persönliche Seite, mit Mitschülern, Freunden und Lehrern.
Und die andere ist die sachliche Seite. Diese besteht aus dem, wofür Schule eigentlich stehen soll. Und das ist Bildung. Diese Seite besteht also, aus Tests, Arbeiten, Vokabeln, Hausaufgaben und was weiß ich alles.

Wir können so unglaublich Froh darüber sein, dass wir lernen dürfen. Erst dadurch lernen wir, das Leben zu meistern. Und wenn ich merke, wie überlegen ich so einigen anderen Menschen allein durch wissen bin, kann ich ganz einfach über so aufgeblasene Menschen hinweg sehen, die einen nur beleidigen, um sich selber groß wirken zu lassen. Wer kennt es auch?

Für mich ist es so viel einfacher geworden, seit ich endlich begonnen habe, die Dinge aus anderen Augen zu sehen. Deshalb steht neben der Familie die Bildung für mich mit an erster Stelle.

Doch selbst wenn es noch so schrecklich erscheint, darf man niemals und wirklich niemals aufgeben. Es geht vorbei, man muss nur lange genug durchhalten.
Es ist hart, ich weiß, ich kann es nur all zu gut verstehen, da ich selber seit Jahren mit diesen Problemen zu tun hatte und noch immer haben werde, da ich noch vier lange Jahre vor mir habe und danach noch weitere sechs Jahre im Studium. Aber es geht vorbei. Und das sollte man niemals aus den Augen verlieren.

Deshalb nochmal mein Tipp, für alle, die Probleme in der Schule haben: Redet!
Sprecht mit jemandem darüber. Das ist das einzige, was ihr tun könnt, wenn nichts anderes funktioniert. Redet über alles, was euch auf dem Herzen liegt. Es hilft, glaubt mir, auch wenn es womöglich nichts an eurer momentanen Situation ändern kann, habt ihr euch etwas von der Seele gesprochen und fühlt euch etwas stärker.

Ich habe schon mehrere Menschen an solchen Dingen, wie die Schule, verzweifeln gesehen und das sollte niemals passieren. Denn Bildung ist etwas tolles, da es euch auf euer Leben vorbereitet und euch so einiges in der Zukunft erleichtern wird. Denn erst da kommen die richtigen Probleme auf euch zu. Woher ich das weiß?

Fragt die Menschen um euch herum. Sie können es euch bestätigen.

 

 

Gut, dass ich mir das Thema endlich von der Seele geschrieben habe. Es ist ein wenig befreiend. Aber, wie so oft, konnte ich noch ewig weiter darüber schreiben.

Und jetzt würde ich gerne mal wissen, was ihr von dem Thema ‘Schule’ haltet und mit welchen Problemen ihr Tag für Tag zu kämpfen habt? Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten.

Ich stehe für Fragen und sonstiges gerne zur Verfügung und freue mich über jeden neuen Leser.

sunny.wisdom@web.de

Ansonsten, würde ich sagen, sehen wir uns spätestens nächsten Sonntag wieder.

 

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